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Zitate 16 bis 30 zum Thema Wahrheit
Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben. Keiner, der für eine Lüge geschlagen wurde, hat dadurch die Wahrheit lieben gelernt. Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff übergehen. Ein paar Wahrheiten muß man sagen, um leben zu können; ein paar verschweigen aus demselben Grund. Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt. Jede neue Wahrheit beginnt als Anachronismus; sie wird erst langsam wahr. Es braucht immer eine gewisse Zeit, bis ihre Tiefe heraufsteigt, nach oben kommt und sichtbar, das heißt: oberflächlich wird. Vom Wahrsagen läßt sich's wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen. Der Strom der Wahrheit fließt durch Kanäle von Irrtümern. Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist. Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören. Man erobert die Wahrheit nicht, indem man ihr die Kleider vom Leibe reißt. Unter allen denkbaren Irrtümern ist immer die Wahrheit am leichtesten zu widerlegen. Wer die Wahrheit im falschen Moment sagt, gilt als Zyniker.
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