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Wenn weise Männer nicht irrten, müßten die Narren verzweifeln. |
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Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat. |
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Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden. |
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Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist. |
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Denn wir können die Kinder nach unserm Sinne nicht formen. |
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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß. |
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Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen. |
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Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen. |
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Unmöglich ist's, drum eben glaubenswert. |
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Sucht nur die Menschen zu verwirren, sie zu befriedigen ist schwer. |
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Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen. |
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Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen. |
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Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum. |
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Das eigentliche Studium der Menschheit ist der Mensch. |
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Es gibt keinen größern Trost für die Mittelmäßigkeit, als daß das Genie nicht unsterblich sei. |
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Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein. |
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Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht. |
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Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist. |
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Aus aller Ordnung entsteht zuletzt Pedanterie; um diese loszuwerden, zerstört man jene, und es geht eine Zeit hin, bis man gewahr wird, daß man wieder Ordnung machen müsse. |
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Welche Regierung die beste sei? Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren. |
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Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen. |
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Mit Worten läßt sich trefflich streiten. |
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Wenn ein paar Menschen recht miteinander zufrieden sind, kann man meistens versichert sein, daß sie sich irren. |
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Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken. |
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Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben. |
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Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen undankbar gewesen wären. |
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Es hört doch jeder nur, was er versteht. |
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Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel. |
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Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht. |
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Mit dem Wissen wächst der Zweifel. |
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Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten. |
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Man kann nicht immer ein Held sein, aber man kann immer ein Mann sein. |
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Beifall lässt sich, wie Gegenliebe, wünschen, nicht erzwingen. |
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Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken. |
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Zur Resignation gehört Charakter. |
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun. |
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Keine Kunst ist's, alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen. |
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Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken. |
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In deinem Lande sei einheimisch klug, im fremden bist du nicht gewandt genug. |
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Niemand weiss, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat. |
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Lerne alt zu werden mit einem jungen Herzen. |
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Um einen Mann zu schätzen, muss man ihn zu prüfen wissen. |
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Was ist ein unbrauchbarer Mann? Der nicht befehlen und auch nicht gehorchen kann. |
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Nur der verdient die Gunst der Frauen, der kräftig sie zu schätzen weiss. |
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Willst du dich am Ganzen erquicken, so muss du das Ganze im Kleinsten erblicken. |
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Früher wurde im betrunkenen Zustand beraten und im nüchternen beschlossen - heute ist es umgekehrt. |
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Als ich jung war, waren alle meine Glieder gelenkig bis auf eins. Jetzt, wo ich alt bin, sind alle meine Glieder steif, bis auf eins. |
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Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es und wieder nieder zur Erde muss es - ewig wechselnd. |
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Die Dummheit weiss von keiner Sorge. |
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Man kann in wahrer Freiheit leben und doch nicht ungebunden sein. |
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Im neuen Jahr Glück und Heil,
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe! |
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Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. |
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Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen. |
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Der Patriotismus verdirbt die Geschichte. |
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