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Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen. |
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Was uns als Größenwahn erscheint, ist nicht immer eine Geisteskrankheit. Oft genug ist es nur die Maske eines Menschen, der an sich verzweifelt. |
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Alle Spekulation, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen; wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter, und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich fern. |
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Toleranz heißt: die Fehler der anderen entschuldigen. Takt heißt: sie nicht bemerken. |
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Mißtrauisch bist du? Ich verstehe dich: Du willst dir die Mühe ersparen, die Menschen kennenzulernen. |
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Rache! Ja, das ist ein Wort, so lärmend, dass es wohl seinen eigenen Sinn übertönen möchte. |
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Jedes Wort hat fließende Grenzen. Diese Tatsache zu ästhetischer Wirkung auszunützen ist das Geheimnis des Stils. |
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Wenn du dich in Gefahr glaubst, an einem Menschen zugrunde zu gehen, so rechne es ihm nicht gleich als Schuld an, sondern frage dich vorerst, wie lange du schon nach solch einem Menschen gesucht hast. |
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Ich denke mir manchmal, Dichter sind die geborenen Verbrecher, nur ohne die nötige Courage. |
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Eine Frau holt gerne den Rat ihres Mannes ein, schon deshalb, um ihn nicht zu befolgen. |
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Man kann eine Frau zuverlässig von jedem eingebildeten Leiden befreien, wenn man behauptet, es sei eine Alterserscheinung. |
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Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt, das ist: Verzeihen oder zu vergessen. |
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Keinen Anlass zur Lüge haben, heisst noch nicht: aufrichtig sein. |
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