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Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?


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Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
15.11.2017, 10:17
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 08:08)erato schrieb:  
(12.11.2017 21:40)PiscesGuy83 schrieb:  Es gibt Leute die nur nehmen ohne etwas zu geben, dann gibt es Leute die nur etwas geben, wenn sie sicher etwas zurückbekommen (Tauscher) und dann gibt es Gebermenschen, die geben egal was kommt.

Die geben, weil sie meinen, die anderen mögen sie nur, wenn sie nützlich für ihre Mitmenschen sind. Da geht es also um Akzeptanz erschaffen.
Oder diejenigen, die geben, weil sie sich Wertschätzung oder Anerkennung (z.B. im Sinne ihrer Kompetenz) erhoffen.

Sich als reine Gebernatur zu identifizieren, ist nach meiner Meinung gefährlich, weil man sich künstlich eine Opferrolle damit erschafft.... und anderen eine Täterrolle zuschiebt. Besser ist es hinzugucken, warum man das macht.... man hat nämlich immer irgendwas davon. Etwas anderes zu behaupten, ist doch Selbstbetrug.

Ich lege dir Folgendes nahe: https://www.healthyhabits.de/nimmst-du-t...-gibst-du/

Ich denke es ist nicht gefährlich sich selbst einschätzen zu können. Deiner Logik nach dürfte ja niemand aus Bescheidenheit sagen er wäre dies oder jenes.

Natune.net
15.11.2017, 10:21
*eva*
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
Hm. Ich bin Fische, sehr mitfühlend. Ich kann sagen dass ich eigentlich sehr egoistisch bin. Wenn ich merke Jemand will mich ausnutzen schieb ich schon immer vorher einen Riegel vor. Vielleicht liegt es daran weil ich Einzelkind war/ bin.

15.11.2017, 10:39
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 10:21)*eva* schrieb:  Hm. Ich bin Fische, sehr mitfühlend. Ich kann sagen dass ich eigentlich sehr egoistisch bin. Wenn ich merke Jemand will mich ausnutzen schieb ich schon immer vorher einen Riegel vor. Vielleicht liegt es daran weil ich Einzelkind war/ bin.

Gesunder Egoismus ist nichts Schlimmes, sondern sogar etwas Erstrebenswertes. Man muss zwingend zuerst an sich selbst denken und kann dann erst anderen helfen. Ein Egoist verfolgt stehts seine eigenen Ziele, ohne dabei aber mutwillig anderen zu schaden. Etwas anderes ist Egozentrik, wo eine Person alles immer nur aus seiner Sicht sieht und danach handelt ohne Rücksicht auf andere.
Ich war auch die längste Zeit Einzelkind. Gesunden Egoismus musste ich allerdings erlernen.

15.11.2017, 11:34
moon
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 08:08)erato schrieb:  Sich als reine Gebernatur zu identifizieren, ist nach meiner Meinung gefährlich, weil man sich künstlich eine Opferrolle damit erschafft.... und anderen eine Täterrolle zuschiebt. Besser ist es hinzugucken, warum man das macht.... man hat nämlich immer irgendwas davon. Etwas anderes zu behaupten, ist doch Selbstbetrug.

geb ich dir indirekt recht.... mir machte es nix aus zu geben ohne ende, war echt ok für mich, konnt damals ja noch einiges einstecken und nie in der lage selbst hilfe zu brauchen...

was mich aber wirklich ärgerte und ein stück weit mit brach war der fakt das ich als ich dann mal hilfe brauchte NIEMAND da war
sprich indirekt haste recht, ich hatte wohl weil ich soviel geholfen hatte eine indirekte erwartungshaltung Smile

seis drum, meine krise ist überwunden und dann gabs richtig harakiri in meinem sogenannten freundeskreis... 99% wurden entsorgt von jetzt auf gleich...
auch diese wo in meiner krisenphase zwar da warn, aber im gleichen moment mir noch ihren mist draufdrückten....

heut haushalt ich mit meinen kräften, entscheide bewusst "mach ich oder mach ich nicht" und zwar ohne erwartunghaltung (dafür isses ja auch weniger... )

hättest du mich früher gefragt ob ich was für meine hilfe erwarte, hätte ich nein gesagt....
heute wenn mich wer fragt ob ich was erwarte heisst es "ja, wenn dich egal wer mal um hilfe bittet (mich ausgenommen) und du helfen kannst, dann tu es"
und muss sagen es läuft Smile

15.11.2017, 11:46
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 11:34)moonlightning schrieb:  geb ich dir indirekt recht.... mir machte es nix aus zu geben ohne ende, war echt ok für mich, konnt damals ja noch einiges einstecken und nie in der lage selbst hilfe zu brauchen...

was mich aber wirklich ärgerte und ein stück weit mit brach war der fakt das ich als ich dann mal hilfe brauchte NIEMAND da war
sprich indirekt haste recht, ich hatte wohl weil ich soviel geholfen hatte eine indirekte erwartungshaltung Smile

seis drum, meine krise ist überwunden und dann gabs richtig harakiri in meinem sogenannten freundeskreis... 99% wurden entsorgt von jetzt auf gleich...
auch diese wo in meiner krisenphase zwar da warn, aber im gleichen moment mir noch ihren mist draufdrückten....

heut haushalt ich mit meinen kräften, entscheide bewusst "mach ich oder mach ich nicht" und zwar ohne erwartunghaltung (dafür isses ja auch weniger... )

hättest du mich früher gefragt ob ich was für meine hilfe erwarte, hätte ich nein gesagt....
heute wenn mich wer fragt ob ich was erwarte heisst es "ja, wenn dich egal wer mal um hilfe bittet (mich ausgenommen) und du helfen kannst, dann tu es"
und muss sagen es läuft Smile

Ich erwarte auch keine Hilfe für meine Hilfe. Es sind ja ganz normale altruistische Prinzipien, dass Freunde und Familie sich gegenseitig helfen oder? In der Familie und bei wirklich guten Freunden gibt es keine Konditionen. Man hilft, weil man helfen will. Man fängt auch nicht an hinterher in Gedanken aufzuzählen, was man selbst getan hat und was der andere für einen getan hat. Wenn jedoch ein Freund nicht mal ein offenes Ohr bei Problemen hat oder einen oben drauf setzt, dann muss man sich schon fragen, was das für ein Freund ist. Das hat auch nichts mit indirekter Erwartungshaltung zu tun, sondern das ist das was Freundschaften ausmacht, sonst braucht man sie nicht.

Bei Bekannten sieht es schon wieder anders aus.

15.11.2017, 11:52
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
Nachtrag: Ich finde auch, dass die Hilfe zur Selbsthilfe die beste Hilfe ist. Ich versuche stets allen so zu helfen, dass ich sie nicht von mir abhängig mache. Das ist nämlich etwas, was andere gerne tun. Sie lieben es, wenn jemand von ihnen abhängig ist.
Ankotzen tut es mich dann, wenn der Geholfene mit neuerworbenen Kenntnissen oder Fähigkeiten hinterher so tut, als hätte er alles alleine gebacken bekommen. Ich will nicht in jedem Satz ewigen Dank hören oder sowas, aber ein "Dank seines Inputs konnte ich mir das so und so erarbeiten" z.B.... denke auch das ist jetzt keine blöde Erwartungshaltung, sondern sollte als normal gelten. Alles andere ist Undankbarkeit.

15.11.2017, 12:02
moon
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 11:46)PiscesGuy83 schrieb:  Ich erwarte auch keine Hilfe für meine Hilfe. Es sind ja ganz normale altruistische Prinzipien, dass Freunde und Familie sich gegenseitig helfen oder? In der Familie und bei wirklich guten Freunden gibt es keine Konditionen. Man hilft, weil man helfen will. Man fängt auch nicht an hinterher in Gedanken aufzuzählen, was man selbst getan hat und was der andere für einen getan hat. Wenn jedoch ein Freund nicht mal ein offenes Ohr bei Problemen hat oder einen oben drauf setzt, dann muss man sich schon fragen, was das für ein Freund ist. Das hat auch nichts mit indirekter Erwartungshaltung zu tun, sondern das ist das was Freundschaften ausmacht, sonst braucht man sie nicht.

Bei Bekannten sieht es schon wieder anders aus.

ob es ein prinzip ist oder nicht, ist eigentlich egal... es ist und bleibt eine versteckte erwartungshaltung
ich tat mich anfangs sehr schwer diese zuzugeben, mit den gleichen begründungen wie du...
aber letzten endes isses so.....

die erkenntnis brachte sehr viel ruhe in mein leben.... ich verlass mich nun wieder 100% auf mich allein
erspart einem auf lange sicht eine menge enttäuschung Smile

15.11.2017, 12:05
moon
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 11:52)PiscesGuy83 schrieb:  Nachtrag: Ich finde auch, dass die Hilfe zur Selbsthilfe die beste Hilfe ist. Ich versuche stets allen so zu helfen, dass ich sie nicht von mir abhängig mache. Das ist nämlich etwas, was andere gerne tun. Sie lieben es, wenn jemand von ihnen abhängig ist.
ach ja? was ist so toll daran?
bin bedient mit meinen kids, will da keinen weiteren am rockzipfel Big Grin

(15.11.2017 11:52)PiscesGuy83 schrieb:  Ankotzen tut es mich dann, wenn der Geholfene mit neuerworbenen Kenntnissen oder Fähigkeiten hinterher so tut, als hätte er alles alleine gebacken bekommen. Ich will nicht in jedem Satz ewigen Dank hören oder sowas, aber ein "Dank seines Inputs konnte ich mir das so und so erarbeiten" z.B.... denke auch das ist jetzt keine blöde Erwartungshaltung, sondern sollte als normal gelten. Alles andere ist Undankbarkeit.

kotzte mich auch früher an, heute schmunzel ich darüber und denk mir "wers braucht, dem seis gegönnt"

15.11.2017, 12:52
2
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
Also fasse ich mal zusammen Moonligting: Freunde helfen sich gegenseitig eigentlich nicht, Familie auch nicht, Familie und Freunde sind nur Beschreibungen von Beziehungen von sich selbst zu bestimmten Menschen, sie haben keinen intrinsischen Wert?
Nein, ich weiß ja grundsätzlich wie du es meinst, mich stört einfach dass der Begriff "Erwartungshaltung" so negativ ausgelegt wird. Kinder erwarten von ihren Eltern, dass sie sie nicht verhungern lassen, genau wie Ehepartner und Freunde erwarten, dass sie nicht von ihrem Gegenpart hintergangen und ausgetrickst werden, genauso erwarten sie dass ihnen geholfen wird, wenn sie in einer Krise stecken.
Das hat alles nichts damit zu tun, ob man gerne Hilfe gibt oder nicht. Man könnte dann ja jedem sozial eingestellten Menschen eine Opferrolle unterstellen.

Zur Abhängigkeit: Na manche mögen diese Macht über Personen zu haben. Sie fühlen sich nur gut, wenn sie gebraucht werden.

15.11.2017, 13:22
moon
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 12:52)PiscesGuy83 schrieb:  Also fasse ich mal zusammen Moonligting: Freunde helfen sich gegenseitig eigentlich nicht, Familie auch nicht, Familie und Freunde sind nur Beschreibungen von Beziehungen von sich selbst zu bestimmten Menschen, sie haben keinen intrinsischen Wert?

in der heutigen zeit, jeppsch genauso isses Smile


(15.11.2017 12:52)PiscesGuy83 schrieb:  Nein, ich weiß ja grundsätzlich wie du es meinst, mich stört einfach dass der Begriff "Erwartungshaltung" so negativ ausgelegt wird. Kinder erwarten von ihren Eltern, dass sie sie nicht verhungern lassen, genau wie Ehepartner und Freunde erwarten, dass sie nicht von ihrem Gegenpart hintergangen und ausgetrickst werden, genauso erwarten sie dass ihnen geholfen wird, wenn sie in einer Krise stecken.
Das hat alles nichts damit zu tun, ob man gerne Hilfe gibt oder nicht. Man könnte dann ja jedem sozial eingestellten Menschen eine Opferrolle unterstellen.

ich unterstell niemandem eine opferrolle, wem der schuh passt möge ihn sich anziehn... ich hatte den schuh nach meinem zusammenbruch lang genug an... mir passt er nicht mehr

ich bin in einer zeit gross geworden wo das wort "familie und freunde" einen tieferen sinn hatte... da musste man das gar nicht thematisieren.... aber die zeit hat sich geändert, warum/wieso ist gleichgültig... sinnfrei darüber nachzudenken, eine antwort findet man eh nicht darauf...
also was bleibt einem? das "ist" zu akzeptieren und sich mit dem wissen neu zu formatieren Smile
den freundeskreis neu zu überdenken (was familie angeht geht das nicht wirklich, aber auch da kann man abstand nehmen wenn man will) und neue zugangsvorraussetzungen zu schaffen...
nichts andres hab ich getan und es läuft perfekt Smile


(15.11.2017 12:52)PiscesGuy83 schrieb:  Zur Abhängigkeit: Na manche mögen diese Macht über Personen zu haben. Sie fühlen sich nur gut, wenn sie gebraucht werden.

ich mag es nicht das jemand von mir abhängig ist, definitiv nicht (zuviel verantwortung die ich nicht tragen möchte, mir reichen meine kinder)...
macht über andre? nein, dann hätte ich wohl karriere gemacht anstatt alleinerziehende mutter zu sein Smile
für mich ist macht auch zeitgleich eine verantwortung dem andren gegenüber die ich nicht zu tragen gewillt bin....
dennoch fühl ich mich gut dabei, wenn ich um hilfe gebeten werde und alles perfekt als team gelöst wird Smile

15.11.2017, 14:44
1
Alrischa
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
PiscesGuy, ich denke, ich versteh, was du meinst.
Du bist (so hilfsbereit und großzügig) wie du bist, und das ist gut so.
Ich sehe dich nicht in einer Opferhaltung und finde es einen positiven Prozess, wenn man Menschen hinter sich lässt, die einem nicht gut tun bzw. einen "aussaugen".
Erwartungshaltungen sind nicht per se schlecht, wie du ja an einigen Beispielen dargestellt hast.

15.11.2017, 22:10
Amorena
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 09:52)PiscesGuy83 schrieb:  
(15.11.2017 08:08)erato schrieb:  Die geben, weil sie meinen, die anderen mögen sie nur, wenn sie nützlich für ihre Mitmenschen sind. Da geht es also um Akzeptanz erschaffen.
Oder diejenigen, die geben, weil sie sich Wertschätzung oder Anerkennung (z.B. im Sinne ihrer Kompetenz) erhoffen.

Sich als reine Gebernatur zu identifizieren, ist nach meiner Meinung gefährlich, weil man sich künstlich eine Opferrolle damit erschafft.... und anderen eine Täterrolle zuschiebt. Besser ist es hinzugucken, warum man das macht.... man hat nämlich immer irgendwas davon. Etwas anderes zu behaupten, ist doch Selbstbetrug.

Da vertrete ich einen gänzlich anderen Standpunkt. Ich habe noch nie so gedacht, wie von dir illustriert. Damit versuchst du etwas durchweg Positives in etwas Negatives zu verwandeln, was keinen Sinn ergibt außer eine Erklärung für etwas zu finden, was du so vielleicht nicht nachvollziehen kannst, weil du selbst nicht so bist.

Letztendlich kann man immer logische Erklärungen für etwas finden, wenn man unbedingt will. Man kann auch jemanden, der mitfühlend ist und anderen helfen will unterstellen, dass er aus rein egoistischen Beweggründen handelt, weil er das Leid was er in sich selbst verspürt, das berühmte Mitleid, vertreiben will um sich selbst besser zu fühlen.

Oder könnte dem mitfühlenden Mensch unterstellen,dass er von Anderen womöglich dafür ewig als Retter od Helfer ect belohnt/gefeiert wird. Solche Theorie find ich auch daneben,kenne aber sogar ne Psychologin,die so bewertet.....

Die hat bei meiner Cousine in ner Bewertung gemeint,dass sie ihren Kindern Kosenamen wie Schatz ect gibt,das sei unechtes Getue. (Tatsächlich kennt sie,sie eben nicht,denn es ist ihre Art. Auch andere Kinder der Familie oder von engen Freunden sind für sie Maus, Süße, Püppchen ect. Sie ist so)
Oder,dass sie ihr eigenes Kind umarmt ect ,über die Wange streicht ect,bewertete die als "übergriffig"....wenn die eigene Mutter ihr kleines Kind liebevoll anfasst ?!

Sowas von daneben aus allem was Negatives zu formen....

15.11.2017, 22:16
moon
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 22:10)Amorena schrieb:  Oder könnte dem mitfühlenden Mensch unterstellen,dass er von Anderen womöglich dafür ewig als Retter od Helfer ect belohnt/gefeiert wird. Solche Theorie find ich auch daneben,kenne aber sogar ne Psychologin,die so bewertet.....

solche menschen gibts aber tatsächlich.... zwar in der minderheit wie ich mal annehme, aber dennoch nicht von der hand zu weisen....

(15.11.2017 22:10)Amorena schrieb:  Die hat bei meiner Cousine in ner Bewertung gemeint,dass sie ihren Kindern Kosenamen wie Schatz ect gibt,das sei unechtes Getue. (Tatsächlich kennt sie,sie eben nicht,denn es ist ihre Art. Auch andere Kinder der Familie oder von engen Freunden sind für sie Maus, Süße, Püppchen ect. Sie ist so)
Oder,dass sie ihr eigenes Kind umarmt ect ,über die Wange streicht ect,bewertete die als "übergriffig"....wenn die eigene Mutter ihr kleines Kind liebevoll anfasst ?!
Sowas von daneben aus allem was Negatives zu formen....

wenns gegen den wunsch des kindes ist, ja dann isses übergriffig...

wovon ich jetzt aber nicht ausgehe.... die dame hätte mir sowas mal sagen sollen
ich knuddel selbst meinen 22jährigen, wenns ihm miesgeht und werd das auch weiter tun solang er das möchte!

15.11.2017, 22:53
erato
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 09:52)PiscesGuy83 schrieb:  Da vertrete ich einen gänzlich anderen Standpunkt. Ich habe noch nie so gedacht, wie von dir illustriert. Damit versuchst du etwas durchweg Positives in etwas Negatives zu verwandeln, was keinen Sinn ergibt außer eine Erklärung für etwas zu finden, was du so vielleicht nicht nachvollziehen kannst, weil du selbst nicht so bist.

Letztendlich kann man immer logische Erklärungen für etwas finden, wenn man unbedingt will. Man kann auch jemanden, der mitfühlend ist und anderen helfen will unterstellen, dass er aus rein egoistischen Beweggründen handelt, weil er das Leid was er in sich selbst verspürt, das berühmte Mitleid, vertreiben will um sich selbst besser zu fühlen.

Was stellst du dir denn sonst für eine Erklärung vor?
Du hilfst in dieser Art und Weise, weil du so völlig selbstlos und gut bist? Während andere Menschen einfach nicht so ein moralisch glänzendes Vorbild sind wie du? Und, wie fühlt es sich so an, sich selbst auf einen Sockel zu stellen und auf andere Menschen herab zu schauen? Erst mal gut, aber irgendwann ganz schön einsam, ne? Jaja, wir kennen doch alle diese Sockel Lol
Tatsächlich kann es auch sein, dass wir so über die Maßen helfen, weil wir in einer Märtyrerrolle befinden, "sei hilfreich und gut. Immer!" und dann von uns selbst erwarten, diese völlig überhöhten moralischen Ansprüche zu erfüllen.

Im Grunde gibst du dir ja selbst schon die Antwort. Wenn ich sage, dass der Mensch von solchen Hilfeverhalten auch immer etwas selbst hat und du bewertest das als "etwas durchweg positives in etwas negatives zu verwandeln" (hey, deine Bewertung, die ich übrigens als ganz schön krass und überzogen bewerte), zeigt das deine Idealisierung der Sache. Und deine krassen schwarz /weiß Bewertungen. Es gibt da nur positiv und negativ... und nix dazwischen? Ist denn Hilfe plötzlich nichts mehr wert, nur weil der Helfende auch etwas davon hat? Irgendwie in deinem Weltbild schon. Denn es ist ja dann plötzlich negativ... fast wie verschmutzt. Und da sind wir bei dem Thema "Wert" und "Wertigkeit". Frag dich doch einfach mal selbst, was dein Innerstes von dir verlangt zu erfüllen, damit du Wertigkeit in der Welt hast; wie du dich verhalten musst, um "etwas wert zu sein". Sehr spannende Frage!
Als Unterstützung kann man hier auch das Buch "Hilflose Helfer" heranziehen Wink Da geht es nämlich genau um so eine Frage - Hilfe bis zur Selbstausbeutung- warum?

Übrigens besteht mein lieber langer Tag daraus, Menschen zu helfen Wink Und MIR bringt das eine ganze Menge. Mal von einem vollen Kühlschrank abgesehen, dass ich auch jeden Tag mit einem guten, warmen Gefühl nach Hause gehe (emotionale Komponente) und den Eindruck habe, etwas wichtiges getan zu haben (Sinnstiftung für mein Leben). In deinem Weltbild wäre das dann sofort "in etwas negatives verwandelt" weil egoistische Komponenten mit dabei sind... aber ich hab tatsächlich nicht das Gefühl, dass meine Unterstützung plötzlich "negativ behaftet" oder "weniger wert" deshalb ist... Lol

(15.11.2017 11:34)moonlightning schrieb:  hättest du mich früher gefragt ob ich was für meine hilfe erwarte, hätte ich nein gesagt....
heute wenn mich wer fragt ob ich was erwarte heisst es "ja, wenn dich egal wer mal um hilfe bittet (mich ausgenommen) und du helfen kannst, dann tu es"
und muss sagen es läuft Smile

Und daran ist üüüberhaupt nix verwerfliches, wie es hier hingestellt wird! Megagrin

Seine eigenen Motive zu erkennen, .....sein eigenen Schattenanteile zu sich zu nehmen, sich seine Dämonen angucken.... seinen eigenen Leichenkeller mal auszuräumen (wie es immer so schön heißt, wobei das Thema Hilfe ja noch nicht mal soooo schmerzhaft ist) ist ein wichtiger Bestandteil im Prozess des Selbstbewusstsein.... Bewusstsein über sich selbst..... wodurch man Muster erst effektiv lösen kann, mit denen man sich selbst schadet.

16.11.2017, 08:53
PiscesGuy83
 
RE: Was tut ihr Fische, wenn ihr merkt ihr werdet ausgenutzt?
(15.11.2017 14:44)Alrischa schrieb:  PiscesGuy, ich denke, ich versteh, was du meinst.
Du bist (so hilfsbereit und großzügig) wie du bist, und das ist gut so.
Ich sehe dich nicht in einer Opferhaltung und finde es einen positiven Prozess, wenn man Menschen hinter sich lässt, die einem nicht gut tun bzw. einen "aussaugen".
Erwartungshaltungen sind nicht per se schlecht, wie du ja an einigen Beispielen dargestellt hast.

Ja, so denke ich auch!

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