Zitate von Georg Christoph Lichtenberg
-
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
-
Ist es nicht seltsam, daß die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?
-
Wenn die Menschen sagen, sie wollen nichts geschenkt haben, so ist es gemeiniglich ein Zeichen, daß sie etwas geschenkt haben wollen.
-
Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
-
Vom Wahrsagen läßt sich's wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen.
-
Man führt gegen den Wein nur die bösen Taten an, zu denen er verleitet, allein er verleitet auch zu hundert guten, die nicht so bekannt werden.
-
Der gerade Weg ist der kürzeste, aber es dauert meist am längsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt.
-
Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.
-
Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen.
-
Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken.
-
Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war.
-
Liebe: ein Handel, wo beide Parteien gewinnen.
-
Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt.
-
Die Sanduhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub, in welchen wir einst verfallen werden.
-
Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.
Weitere Autoren