Das Sexleben des Schützemannes

Kannst Du nicht bei dem Mädchen sein, das du liebst, dann liebe das Mädchen, bei dem du bist. Das ist die Devise des Schützemannes. Er ist wie eine Biene, die von einer Blüte zur anderen fliegt und bei jeder Nektar tankt. Dagegen kann er nicht an. Er ist verliebt in einen idealisierten, romantischen Traum und muß diesem Ideal folgen, wo immer es mag.

Sex ist für ihn selten ein starkes Erlebnis. Er genießt ihn, hat aber nicht das Gefühl, die erde bebe. Wer mag schon mitten in einer Erdbebenzone leben ? Er wandelt lieber in einem stillen Garten voller lieblicher Blumen und pflückt die Blüte, auf die er Lust hat.

Aufregend ist für ihn die Jagd, die Ouvertüre. Doch wenn es ihm gelungen ist, die begehrte Frau in sein Schlafzimmer zu locken, kann ihr eine Enttäuschung bevorstehen. Das Symbol dieses Tierkreiszeichens ist der Schütze, der seinen Bogen spannt, aber sein Pfeil trifft nicht immer das Ziel - zumindest nicht das erste mal. Das Vergnügen ist kurz. Er ist im Nu fertig, und die Frau kann sehen, wo sie bleibt.

Andererseits langweilt Sex den Schützen nie. Er macht gern Liebe und wird der erste sein, der eine neue Stellung, eine neue Umgebung erprobt - man sage, was man wünscht, er ist sofort bereit. Es macht ihm nichts aus, drei- bis viermal im Tag zu lieben, und seiner Gesundheit schadet es gewiß nicht. Es macht ihm auch nichts aus, zwei bis drei heimliche Verhältnisse gleichzeitig zu haben. Quantität kann Qualität ersetzen! Er ist sehr zungengewandt - in jeder Beziehung - und kann seine Partnerin zu allem, restlos überreden.

Ein Meister in erotischer Massage, sowohl oral wie mit den Händen, benützt er dieses Talent ausgiebig, um erotische Zonen zu erobern. Die Kombination von geschickten Händen und beweglicher Zunge führt zu beachtlichen Ergebnissen für seine Partnerin.

Der Schützemann ist ein "Reiber". Schon ein leichtes Reiben seiner Geschlechtsteile am Körper seiner Partnerin kann ihn zum Höhepunkt bringen.

Außerdem ist er auf Frauenbeine fixiert. Der Anblick bestrumpfter Schenkel reizt ihn stark. Viele Schützen finden Liebemachen aufregender, wenn die Frau dabei Strümpfe anhat. Eine Frau, die lässig die Beine übereinanderschlägt und mit dem Schuh wippt, erotisiert ihn durch und durch.

Er hat überhaupt eine Neigung zum Fetischismus. Nicht ungewöhnlich, daß er von seiner Gespielin verlangt, Handschuhe oder Schuhe im Bett zu tragen - oder beides. Kritische Bemerkungen darüber beantwortet er nur mit einem Witzwort; selten reagiert er mit Verlegenheit.

Wenn er bisexuell ist, was gar nicht selten vorkommt, wechselt er ohne Schwierigkeit von einem Geschlecht zum andern, ohne sich festzulegen.

Er hat viele und vielfältige Verhältnisse. In Liebesdingen kennt er keine Moral. Für ihn bedeutet Sex Leben, und er will das Leben in vollen Zügen auskosten.

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