| von NN |
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Die Welt, in der wir leben Müde wirkt er, der Mittfünfziger, der aus der Arbeitswelt entfernt wurde, ohne ein Wort des Dankes für die geleistete Arbeit der letzten Jahrzehnte erhalten zu haben.
Müde wirkt auch der, dessen Aussicht auf Erfolg bei der Arbeitsplatzsuche trotz größter Bemühungen immer wieder scheitert. Müde wird auch der, der erfährt, dass Integration für ihn ein Fremdwort bleibt, dass er nicht versteht. Müde wirkt die Gesellschaft allgemein, die allzu lange an Erreichtem festgehalten und nun merkt, dass die Welt sich verändert hat. Veränderung schürt oft Angst, alt Vertrautes hinter sich, sich auf Neues einzulassen. Veränderung ist aber auch die Chance, die Hoffnung, Neues zu entdecken und den eigenen Horizont zu erweitern. Hoffnung und Hoffnungslosigkeit liegen so dicht beieinander. Hoffnungslos wirken diejenigen, denen es nicht mehr gelingt, aus eigener Kraft Veränderungen zu realisieren und so ein menschenwürdiges Leben zu führen. Hoffnungslos auch diejenigen, deren Bestreben nach Partizipation immer und immer wieder ins Leere läuft. Hoffnung und Hoffnungslosigkeit auch bei denen, denen Krankheit und Gebrechlichkeit die Grenzen des irdischen Lebens aufzeigt. Geduld ist nicht das Wort unserer Zeit. Geduld braucht aber Zeit. Zeit, dem Anderen zuzuhören, den Anderen teilhaben zu lassen, den Anderen Wert zu schätzen. Was ist Wert? Materieller Wert, ideeller Wert? Das Auto, das Haus oder aber die Blume auf der Wiese, an der wir alle uns als Kinder noch haben erfreuen können? Die Strahlkraft der leuchtenden Farben. Die Strahlkraft des Lebens. Farben sind heute oft stumpf, grau in grau, das Leben rau. Gutgläubig sind diejenigen, die hoffen, dass Nächstenliebe und die Bereitschaft für einander ein zu stehen, noch zu den Tugenden des heutigen Lebens zählen. Blauäugig sind die, die meinen, mich betrifft das nicht. Blauäugig, gedankenlos oder gar gnadenlos? Gedankenlos stellen wir das „Mein“ vor das „Unser“, den „Schein“ vor das „Sein“. Gnadenlos stellen wir das „Ich“ vor das „Wir“, das „Reich“ vor das „Arm“. Wer gestaltet diese Welt von heute? Die globalisierte Welt mit ihren Börsenspekulanten, Managern (ohne Gewissen), nur ihrem Share Holder Value verpflichtet. Derjenige, der nicht mehr weiß, wo er die erworbenen (wenn auch nicht verdienten) Millionen noch ertragreicher anlegen soll? Derjenige, der nur darauf vertraut und baut, dass auch wieder bessere Zeiten auf ihn zu kommen mögen, ohne selbst einen Schritt zu wagen? Freiheit, die ich meine, geht alle an. Die, die lenken und auch die, die wanken. Freiheit den Gedanken, zu gedenken und vor allem nachzudenken. Freiheit, die Welt in ein anderes Fahrwasser zu lenken! Glaube, Hoffnung und Liebe allein wird das Umsteuern nicht bewirken können. Aber ohne Glaube, ohne Hoffnung, ohne Liebe wird diese Gesellschaft arm und ärmer sein. Reich an Geld und Vermögen werden Wenige und immer Weniger. Arm an Kultur, arm an Vertrauen, arm an Verständnis für den Anderen, arm an der Hoffnung, arm am Glauben, arm an der Liebe zueinander werden immer mehr von uns. Arm in Arm geht vieles leichter. Gemeinsam statt einsam sollte die Devise für die Zukunft sein. Ausgleich und ausgleichen will gelernt sein. Ausweichen und Aufweichen dagegen führt zur Auflösung. Das ist nicht die Lösung, das führt nicht zur Erlösung. Gehen wir aufeinander zu, die, die diese Gesellschaft von heute formen und die, die in dieser Gesellschaft heute nur noch das Werkzeug bilden, mit dem der Former, der Reformer versucht die Konturen der Zukunft zu bestimmen. Form und Reform gehören unweigerlich zusammen. Ohne Form keine Reform, ohne Reform kein Fortschritt, ohne Fortschritt keine Zukunft, ohne Zukunft kein Dasein. Die vorweihnachtliche Zeit, die besinnliche Zeit, die Zeit der Liebe, die Zeit des gegenseitigen Geben und Nehmen ist die Zeit darüber nachzudenken, wie verletzlich das gemeinsame Gefüge dieser Gesellschaft, unserer Welt, letztendlich ist. Vertrauen entsteht durch Geradlinigkeit, durch Aufrichtigkeit, durch Gemeinsamkeit. Misstrauen erwächst durch Zweideutigkeit, durch Rechthaberei, durch Vorteilnahme des Einzelnen. Gehen wir aufeinander zu, versuchen wir gemeinsam, jeder in seinem Umfeld, in seinem Glauben, mit seinem Können, mit seinen Stärken und Schwächen den Anderen verstehen zu lernen. Toleranz, nicht Ignoranz bringt uns auf diesem Weg zu einem besseren Gemeinwohl weiter. In diesem Sinne wünsche ich mir in Zukunft die Welt, in der wir gemeinsam leben. |
| von andrea |
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sehr schon sehr schon dem artikel!:*
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